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Kommentare


An dieser Stelle stellen wir für unsere Mitglieder und Leser aktuelle Kommentare zu sprachenpolitischen Fragen ein, die den GMF direkt oder indirekt berühren.

Sie sind herzlich willkommen, Ihre Meinung zu äußern!

(Achtung: Die jeweils jüngste, aktuelle Mitteilung ist rot markiert!)

September 2015

In einer E-Mail vom 7. September bat der FaDaF um Veröfffentlichung seiner Pressemitteilung zur Flüchtlingssituation und den damit verbundenen Sprachproblemen und fasste dies in die Worte: “Bei der aktuellen Flüchtlingsdiskussion spielt der Sprachaspekt eine besonders große Rolle, zu dem wir uns als Fachverband für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache zu Wort melden müssen.” In der Pressemitteilung geht es inbesondere darum, eine Lanze zu brechen für den Einsatz und die (feste) Anstellung der ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer für Deutsch als Fremdsprache. Der Bitte um Veröffentlichung kommen wir gern nach. Bitte anklicken FaDaF Pressemitteilung !

 

Juli 2015

Brief des Präsidiums des GMF an die niedersächsische Kultusministerin, Frauke Heiligenstadt, vom 15. Juli 2015 (Auszug); der Brief ist als Kopie auch an die KMK und die GD XXII in Brüssel gegangen

“…, mit Bestürzung haben wir Kenntnis erhalten von Überlegungen, in Niedersachsen die Verpflichtung zur zweiten Fremdsprache auch in der künftigen Einführungsphase abzuschaffen. Unser Verband bittet Sie eindringlich, sich dafür einzusetzen, dass dieses Vorhaben nicht umgesetzt wird.

Wie Sie wissen, ist es eines der erklärten Ziele der EU-Sprachenpolitik, dass jeder europäische Bürger zusätzlich zu seiner Muttersprache zwei weitere Sprachen beherrschen und diese aktiv und rezeptiv in der internationalen und interkulturellen Kommunikation einsetzen können soll. Die Realisierung dieser Zielsetzung verlangt eine intensive, mehrjährige Beschäftigung mit den Sprachen. Diese ist gegeben in Bezug auf die englische Sprache mit der bundesweiten Einführung des frühbeginnenden Englischunterrichts und seiner Fortführung bis in die Abiturstufe. Die Abschaffung der Belegungsverpflichtung für zwei Fremdsprachen im Gymnasium würde unweigerlich zur einseitigen Präferenz dieser Sprache führen. Neben der Nachbarsprache und internationalen Lingua franca Englisch geht es im europäischen Verständnis jedoch um den Erwerb von mindestens einer weiteren Weltsprache oder der Sprache eines anderen Nachbarlandes. Das bisherige Wahlverhalten der Schüler (und ihrer Eltern) zeigt ebenso wie der gesamtgesellschaftliche Bedarf und insbesondere die Nachfrage in Wirtschaft und Forschung, dass weitere Fremdsprachen in der Schule sowie über sie hinaus in der Universität und im beruflichen Leben von außerordentlich großer Bedeutung sind. …

Aus diesem Grund empfinden wir eine erhebliche Besorgnis bezüglich der Überlegungen in Ihrem Bundesland aus und fordern Sie auf, sich in dieser Sache für den Erhalt der Mehrsprachigkeit in Ihrem Bundesland und in unserer Republik einzusetzen. …”

 

DIE ANTWORT

Mit Schreiben vom 23. Juli 2015 lässt sich die Ministerin bedanken für unsere Zuschrift. Weiter heißt es, “Ich kann Ihnen versichern, dass die von Ihnen vorgetragene Position in die Überlegungen des Kultusministeriums einbezogen wird.”

Mit Schreiben vom 28. November 2015 heißt es in einem von der Ministerin unterzeichneten Schreiben:
“In der Anhörungsfassung ist vorgesehen, dass die Belegung von zwei Fremdsprachen im 11. Schuljahr grundsätzlich verbindlich sein soll. Abweichend davon soll die Schule beschließen können, von der verpflichtenden Belegung einer zweiten Fremdsprache abzusehen und zusätzlich ein Wahlpflichtangebot einzurichten. Der Vorteil einer Abweichung von der verpflichtenden Teilnahme am Unterricht in der zweiten Pflichtfremdsprache im 11. Schuljahrgang wäre einerseits, dass Schülerinnen und Schüler, die sich für das sprachliche Profil in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe entscheiden möchten, durch das Angebot der zweiten Pflichtfremdsprache in der Einführungsphase weiterhin die Möglichkeit dazu hätten. Andererseits könnten sich Schülerinnen und Schüler, die bereits im 11. Schuljahrgang wissen, dass sie ein anderes Profil in der Qualifikationsphase anwählen möchten, dann schon in der Einführungsphase durch das zusätzliche Wahlpflichtangebot intensiv auf die entsprechenden Schwerpunkte vorbereiten.
Ihr Verband wird in das Anhörungsverfahren einbezogen und kann gerne eine Stellungnahme zu der Anhörungsfassung einreichen.”

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